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Enneagramm und Selbstfürsorge

Selbstfürsorge! Klar, das könnten wir alle gut vertragen. Aber woher nehmen und nicht stehlen? Und was genau bedeutet es für Dich? In den Du das Enneagramm entdeckst, kannst Du auch entdecken, was für Dich persönlich eine passende Form der Selbstfürsorge sein könnte. Hierzu ein paar Ideen:

Typ 1: Die perfektionistische Reformerin

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Die Eins ist eine Körperfixierung. Sie ist die das zuhause der Inneren Richterin und des Perfektionismus. Sie möchte dafür sorgen, dass die Welt an ihrem eigenen Beispiel, jeden Tag ein bisschen besser wird. Die Eins neigt manchmal zur Selbstgerechtigkeit, ist aber ehrlich, unverblümt und tatkräftig.

Kleine Rituale der Selbstfürsorge für Typ 1:

  • Genieße beim Autogenen Training ganz besonders die Entspannung der Muskulatur. Wenn Du die Dankbarkeitsübung machst, bedanke Dich auch bei der Inneren Richterin.
  • Gib der Inneren Richterin – oder ist es ein Innerer Richter? – einen zeitlich begrenzten Arbeitsvertrag. Zum Beispiel morgens eine halbe Stunde, zur Planung des Tages. Wenn sie sich zu anderen Zeiten meldet, verweise sie auf ausschließlich diese Zeiten.
  • Durch einen künstlerischen Ausdruck, zum Beispiel beim Tanzen oder Malen, kannst Du die Bedrohlichkeit von dramatischen Gefühlsausbrüchen in eine schöne Form bringen.
  • Finde ein online Video, das Dich anleitet Deinen Körper herauszufordern

Typ 2: Der bedürftige Helfer

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Der Zweier ist eine emotionale Fixierung. Sein ganzes Leben dreht sich um die anderen und wie es denen geht und wie er mit ihnen in Beziehung steht. Ein Zweier glaubt, besser zu wissen was das gegenüber braucht, als diese Person selber. Manchmal stimmt es auch.

Kleine Rituale der Selbstfürsorge für Typ 2:

  • Übe beim Autogenen Training besonders die Stabilisierungsübungen mit dem Ablegen des Gepäcks. Du kannst für niemand anderen das Gepäck tragen.
  • Mach Dir bewusst, dass alle die Du liebst, und für die Du sorgen möchtest auch von Gott, der Liebe selbst versorgt werden.
  • Finde heraus, wie Du Dein Frühstück am liebsten isst – wenn keiner zuschaut. Worauf hast Du sonst noch Appetit? Wozu hast Du Lust?
  • Nimm Dir mindestens eine halbe Stunde am Tag, nur für Dich selbst. Folge Deinem Gefühl und genieße es!

Typ 3: Die blendende Macherin

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Die Drei ist zwar ebenfalls eine emotionale Fixierung, sie verbrennt jedoch, wie Eli Jaxon-Bear sagt, dass Holz ihrer Gefühle, um damit Erfolge zu schaffen. Die Drei ist ehrgeizig und zielorientiert.

Kleine Rituale der Selbstfürsorge für Typ 3:

  • Über beim Autogenen Training besonders das Zulassen der Gefühle.
  • Wenn Du Dich entspannst oder nur eine kleine Pause machst, scheint der Verstand sich wie wild zu drehen. Schau ihm einfach dabei zu, ohne damit etwas tun zu müssen – alternativ fokussierst Du Dein Verstand auf etwas wie ein Puzzle oder das Licht einer Kerze.
  • Wenn es Dir schwer fällt eine Pause zu machen, dann nimm vorher einen Stift und schreibe alles auf, was in der nächsten Zeit anliegt. Deine Aufgabe ist es ansonsten eine Pause zu machen die ganz und gar nutzlos ist.
  • Halte inne, ohne Deine Tätigkeit zu unterbrechen. Während einfacher Aufgaben, wie Zähneputzen oder Abwaschen bzw. den Geschirrspüler einräumen kannst Du Dich fragen, wie Du Dich gerade fühlst.

Typ 4: Der dramatische Romantiker

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Der Vierer hat die nach innen gewendete emotionale Fixierung. Er hat Sehnsucht nach einem verloren geglaubten Paradies, was zu einer melancholischen Lebenshaltung führt. Der Vierer ist der Meister von Authentizität und wahrer Schönheit. Dem gilt sein Streben.

Kleine Rituale der Selbstfürsorge für Typ 4:

  • Schenke beim Autogenen Training der Stirn-Übung besondere Aufmerksamkeit. Dein Kopf, Dein Verstand kann klar und geordnet sein. Er kann ein guter Freund werden und Dich im Gefühlschaos auch mal erlösen.
  • Wenn Du kein Künstler wärst, wie würde dann Dein Kunstschaffen aussehen. Entspanne Dich da hinein.
  • Genieße die Natur, dort kannst Du auftanken und in der Schönheit baden die mühelos da ist.
  • Finde eine Körperhaltung als Anker. Dazu eignet sich zum Beispiel die Position des Kriegers aus dem Yoga, in die Du tatsächlich oder gedanklich hineingehst. Diesen Anker nutzt Du, wenn Du das Gefühl hast Dich unter Stress in den anderen zu verlieren.

Typ 5: Der weise Sonderling

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Der Fünfer hat die nach innen gewendete mentale Fixierung. Er lebt im Elfenbeinturm seines Intellektes und dem Streben nach allumfänglichem Wissen. Wenn er sich zu weit vom täglichen Leben entfernen, muss er seine gute Wahrnehmung und seine klaren analytischen Fähigkeiten nutzen, um wieder in Kontakt mit dem echten Leben zu kommen.

Kleine Rituale der Selbstfürsorge für Typ 5:

  • Genieße beim Autogenen Training besonders den Kontakt zwischen den Füßen und dem Boden.
  • Wenn Du Dich mit anderen Menschen triffst, bereitet sie darauf vor, dass der Kontakt zeitlich begrenzt ist.
  • Schreibe alles auf, was Du über ein bestimmtes Gefühl weißt. Lege dann Deine Hand auf die Herzgegend und spüre in Deinem Körper, wie sich das anfühlt.
  • Lausche Deine Lieblingsmusik in einer relaxten Körperposition und achte alles was Du spürst, lasse Dich davon erfüllt sein.

Typ 6: Die loyale Skeptikerin

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Die Sechs ist eine mentale Fixierung, die von Angst angetrieben wird. Die gesamte Energie der Angst geht jedoch in den Kopf und äußert sich dort als Zweifel und Sorgen. Daher muss sie alles hinterfragen, ist aber auch zu vielen Gelegenheiten tatsächlich gut vorbereitet.

Kleine Rituale der Selbstfürsorge für Typ 6:

  • Das Relaxen in die Angst hinein, ist der zentrale Gewinn der Sechs aus dem Üben des autogenen Trainings. Die Geduld dorthin zu lange gelangen ist es in jedem Fall wert.
  • Finde ein Ort, wo Dein Ärger über Missstände sich in Handlung umsetzen lässt.
  • Schreibe Dir selber einen Brief, als seist Du Deine beste, wahre Freundin und hättest den Impuls, ein ernstes Wort mit Dir zu sprechen. Stelle dabei auch Deine Stärken heraus und werde konkret, in dem was Du ändern möchtest. Kleine Schritte!
  • Genieße ein sanftes Bewegungsprogramm!

Typ 7: Die verplante Abenteurerin

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Die Sieben ist eine mentale Fixierung, deren ganze Energie nach außen und in die Zukunft geht. Dadurch ist sie wenig beständig, aber bei allem was sie tun positiv gestimmt, gesellig und unterhaltsam.

Kleine Rituale der Selbstfürsorge für Typ 7:

  • Triff mit Dir selber eine Abmachung, das autogene Training sechs Wochen lang täglich zu üben. Finde heraus, was sich innerhalb der äußeren Gleichförmigkeit an beeindruckenden inneren Veränderungen zeigt.
  • Wirf einen Blick auf Deine Planung und streiche jeweils einen Termin am Tag.
  • Bei Deiner Lieblingstätigkeit, zum Beispiel beim Sport, nimm wahr, wie gesammelt Du dort bist und lass Dich in dieses Gefühl der Sammlung hineinfallen.
  • Lass Dich von Deiner perfektionistischen Seite packen und verbringe mit Deinem Lieblingsprojekt eine etwas längere und intensivere Zeit, als geplant.

Typ 8: Der beschützende Boss

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Der Achter hat eine Körperfixierung. Dabei geht die Energie ebenfalls nach außen und nach vorne. Die intensive Kraft der Acht führt dazu, dass andere sich ihm entspannt oder ängstlich anschließen. Er ist ein Kämpfer für Gerechtigkeit.

Kleine Rituale der Selbstfürsorge für Typ 8:

  • Das autogene Training kann Dir zeigen, dass „relaxed und gesammelt“ ein ganz anderes Gefühl der Stärke in Dir Platz findet.
  • Fertige eine Liste Deiner wichtigen Mitmenschen an. Schreibe jeweils auf, was deren besondere Stärke ist und wofür Du dankbar bist. Vielleicht findest Du einen passenden Weg dies der anderen Person mitzuteilen.
  • Genieße eine Massage oder ein Essen, lass es Dir auf der Zunge zergehen.
  • Trommle!

Typ 9: Die harmoniesüchtige Vermittlerin

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Die Neun ist eine Körperfixierung und wird von Wut bestimmt. Diese Wut ist aber vollständig unterdrückt. Sie wirkt nach außen wie ein Fels in der Brandung. Dahinter verbirgt sie nicht nur ihre große Lebenskraft, sondern auch ihrer Sensitivität.

Kleine Rituale der Selbstfürsorge für Typ 9:

  • Entspannt und gleichzeitig wach und bewusst zu sein ist die Herausforderung beim Autogenen Training für die Neun. Dabei ist der Body-Scan am Anfang für das Körperbewusstsein ein guter Anker.
  • Sage einmal am Tag „Nein“, wo Du sonst vielleicht gewohnheitsmäßig zugestimmt hättest.
  • Wenn es nach Dir ginge, wie würde Dein Zuhause aussehen? Finde eine Kleinigkeit, die Du jetzt änderst.
  • Mach Nichtraucher/Atem-Pausen, einmal in der Stunde 5 Minuten. Lehne Dich dabei gelegentlich an die Wand und drück mit ganzer Kraft mit den Händen gegen die Wand und mit den Füßen gegen den Boden. Spüre Deine volle Kraft!
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