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Abschied

Liebe Weggefährtin, liebe Weggefährte, liebe Sangha,

die berufliche Trennung von Christian Meyer und mir haben viele von Euch schmerzlich empfunden und uns dabei mit emotionaler Bewegtheit und Mitgefühl begleitet. Worte des Teilens zu empfangen war in unterstützender Weise tröstlich und auch auf inhaltlich kritische Weise heilsam. Das alles hat mir geholfen, mich schonungslos zu konfrontieren: zu reflektieren, genau hinzuspüren und auch die Endgültigkeit dieser Trennung als Tatsache anzunehmen. Diese Kontemplation schafft Raum für inneres Wachstum und tiefe Stille.
Dadurch kann sich meine Arbeit neu ordnen, Schritt für Schritt. Die äußeren Veränderungen geben mir, auch durch die Unterstützung unseres aufrichtigen Austausches, Kraft und Freiheit, um ganz selbst-bestimmt zu erspüren, wohin der nächste Schritt führen will. Das beinhaltet auch, aus der Stille heraus, die sachliche und juristische Aufarbeitung der fast zwanzigjährigen beruflichen gemeinsamen Zeit. Um mit Hellinger zu sprechen: „Meins trage ich selbst!“ So dass ich einladen und bitten möchte, die unheimliche Intensität, mit der hier eine öffentliche Diskussion unter Unbeteiligten entbrannt war, hinter uns zu lassen, damit die Beteiligten, Christian Meyer und ich gemeinsam, sich auf eine Lösung fokussieren können.

Dir, Christian, wünsche ich, dass Du mit Unterstützung wahrer Freunde Zeit und Raum findest, für Deine in der Vergangenheit getroffenen Entscheidungen gerade zu stehen und die damit verbundenen Gefühle, „Schmerz und Freude gleichermaßen“ anzunehmen. Sodass wir mit anwaltlicher Unterstützung vernünftige und verbindliche Absprachen treffen können.
Ich achte und schätze Dein Lebenswerk: die Zugewandtheit, mit der Du Deine Schülerinnen und Schüler begleitest, Dein unbändiges Streben nach klarem Verstehen und Deinen unermüdlichen Eifer, das Aufwachen in Wahrhaftigkeit zu verbreiten. Ich bin sehr dankbar für alles, was wir gemeinsam bei Eli und voneinander lernen durften und all die Werkzeuge, die wir und du uns erarbeitet haben, um lebendig und authentisch zu sein.

Unsere Zeit ist nun vorbei. Es gibt ausstehende formale Angelegenheiten, um deren sachliche und respektvolle Lösung ich weiterhin bitte; seien es behauptete Zahlen oder die „Herausgabe“ irgendwelcher Stifte. Ich weiß, auch diese Unstimmigkeiten werden wir eines Tages hinter uns lassen. Mich und meine Gefühle möchte ich davon nicht trüben lassen. So verabschiede ich mich, ungeachtet dessen, mit aller Wärme und Herzlichkeit von Dir als meinem langjährigen Lebenspartner, Ehemann und Weggefährten und wünsche Dir vor allem wahre Freunde.

 

Alles Liebe und Gute für Dich und Euch wünscht

Angelika Winklhofer.

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